Letzte Woche haben wir mit unseren Hunden an einer "Nachtübung" teilgenommen.. Genial sag ich euch..  Es macht einen Heidenspaß, auf völlig vereistem und abschüssigem  Boden im stockdunklen Wald, nur mit einer Taschenlampe bewaffnet, rumzustolpern und sich zudem noch fürchterlich zu erschrecken, wenn plötzlich der Helfer aus einem Gebüsch springt, und mit Geschrei auf den Hund zuläuft.....

Michael mit Benno und auch Sabine (hat fotografiert) waren da, viele sehr bekannte Gesichter,  wollten sich das nicht entgehen lassen. Es war aber auch wirklich ein Mordsgaudi, super organisiert mit über 70 Startern mehr als nur gut  besucht. Die Hunde und die Hundeführer, hatten einen Mordsspaß, endlich mal raus aus dem Hundeplatzeinerlei...

Die Veranstalter haben sich aber auch wirklich alle Mühe gegeben, 11 Stationen mussten bewältigt werden, angefangen von einem einfachen Überfall hinter einem Gebüsch, bis hin zu über Strohballen klettern, durch umfunktionierte Bauwagen, die mit schwarzer Folie in Streifen geschnitten an der Decke angebracht war, durch die man hindurch musste, selbst eine Nebelmaschine wurde eingesetzt, die gemeiner Weise hinter einem Tunnel stand, den man ebenfalls erst einmal bewältigen musste. Das ganze natürlich im stockdunklen, zusätzlich gab es Markierungspunkte die durch Fackeln oder kleine Lagerfeuer am Wegrand gekennzeichnet waren. Baustellenlampen die hin und herflackerten, Zelte durch die man mehr kriechen als laufen konnte, in denen dann ein Strahler anging, unterstützt durch markerschütterndes Heulen irgendeiner Alarmanlage, so das man nun gar nichts mehr sah, wenn man da raus kam. Gemeinerweise war es zudem durch den Frost gemein glatt, so das zumindestens ich, einige male mehr gerodelt bin als gelaufen. Alles in allem, einfach ein Super Gaudi für alle Beteiligten.

Abends um 20 Uhr ging es los, die einzelnen Starter durften in einem Abstand von 10 Minuten loslaufen, also Hund vorweg, und Führer sowie die Vereinskollegen die den Hund sehen wollten hinterher. Die Bilder sind natürlich nicht so toll, fotografiert ihr mal im stockdunklen, sie können einfach nicht wiedergeben, das es nun wirklich dunkel war, die Kamera sieht ja mehr als wir durch den Blitz, uns hat der Blitz nur geblendet, und danach haben wir noch viel weniger gesehen :-) Leider haben wir auch nur Bilder von Wotan, da wir keine eigene Kamera mitgenommen hatten,  und Sabine ja nun nicht mit jedem Hund mitlaufen konnte, schließlich brauchte man um die Strecke zu bewältigen eine gute halbe bis dreiviertel Stunde.

Wotan und ich starteten als erste in unserer Gruppe, ich war sehr gespannt wie Wotan die gestellten Situationen meistern würde?? Aufgeregt wartete ich auf das Startzeichen, Michael der unter anderem mitlief war genauso gespannt, danach startete er schließlich mit Benno.

Am Start bei eisigen Temperaturen, hinterher war mir so warm das ich die Jacke hätte ausziehen können

 

Also ..los gings, Wotan vorweg durch den stockdunklen Wald, Michael bewaffnet mit einer Taschenlampe leuchtet sooon bischen rum :-)

 

Der Einstieg...ein normaler Überfall...Wotan war zwar sehr überrascht, aber meisterte die ungewohnte Situation ganz ohne Probleme, ich weniger, bin erst mal 2 mtr. hinter meinem Hund hergeschlittert...

 

Wotan hatte einen Heidenspaß, endlich hatte "ER" mal richtig was zu tun  :-)

 

Das war auch ein gemeines Teil, ein Bauwagen versteckt im Wald, dunkel, und zudem mit schwarzer Folie ausgelegt, über die, die Hunde mussten. Ihr dürft nicht vergessen, durch das Blitzlicht könnt ihr die Situation sehen, wir ..Wotan und ich...aber nicht.... zudem waren in diesem Wagen 2 Helfer versteckt, beim rausgehen, kam der zweite hinter der Tür vorgesprungen, ...ich hab mich übel verjagt,  und Wotan, ...der hatte Spaß...

 

Also weiter geht's... Wotan hat schon was gesehen, wir nicht, nur ein Blitzlicht...

 

An dieser Station konnte man nun gar nichts  mehr erkennen, der Helfer stand in einer Hütte die mit schwarzer Folie zugedeckt war, zudem musste der Hund erst einmal über jede menge Strohballen, auf der gelbe Folie lag, und...dann hatte der Helfer eine riesige knisternde schwarze Plane in der Hand, mit der er seinen Körper abdeckte, diese Situation hat Benno besser besser gemeistert als Wotan, Wotan konnte mit der Folie die der Helfer vor sich hielt nicht viel anfangen, Benno (ich ärgere mich schwarz, das wir davon leider keine Fotos haben) hat sie dem Helfer kurzerhand aus der Hand gerissen....:-)

 

Diese Station war ganz übel, aber da  drin konnte man nun nicht fotografieren, erst ging es wieder mal über die bereits bekannten Strohballen, und dann...waren schwarze Planen in Streifen geschnitten, durch die man sich durchkämpfen musste, und zudem waren in diesem "Ding" Zwischenwände eingebaut, hinter denen die Helfer standen, so nun strampelt man mal im Dunkeln zwischen den runterhängenden Folienstreifen durch, und ich sag's euch, man erschreckt sich zu Tode, obwohl man weiß, das da Helfer drin sind :-). Wotan hat sich nicht erschreckt, aber ich... für uns beide mit...

 

 

Weiter ging's, zunächst mussten wir über eine völlig vereiste Straße auf der sogar ein paar Laternen standen, ich hab dann gleich die Gelegenheit genutzt, und bin ausgerutscht und erst mal ein Stück auf dem Rücken weitergeschlittert :-), der Einfachheit halber und auch weil ich so lachen musste, blieb ich gleich liegen, mit den ganzen Sachen die ich anhatte konnte ich auch gar nicht so einfach aufstehen... und habe mich dann von Herbert aufheben lassen :-)

 

Gerade wieder im Wald, Wotan hat schon begeistert auf die nächste Überraschung gewartet...

die auch prompt in Form von einem Helfer in einem Unterstand, natürlich wieder unter schwarzer Plane versteckt, kam.

 

Kurz nachdem wir diese Station verlassen haben, kam ein Mann auf uns zu, der sehr unhöflich nach der Uhrzeit fragte, Wotan setzte sich schon mal vor mich.. Der Mann kam noch näher und bedrohte uns ein  wenig, Wotan sprang nach vorne und versuchte ihn abzudrängen, aber ... der Mann griff an..:-)

Wotan auch.....

 

Diese Station war irre....Man musste durch einen Tunnel, der natürlich mit einer schwarzen Plane ausgelegt war, zum Ende des Tunnels kam plötzlich Nebel auf einen zu, das sah im Dunklen schon sehr gespenstisch aus, viele Hunde wollten auch erst nicht mehr weitergehen, Wotan interessierte das man gar nicht, im Gegenteil er guckte sogar nach oben, ob wohl von da was kommen mag.

Dann musste man durch einen schmalen Durchgang, und wusste nun gar nicht was einen danach wohl erwartet? Sehen konnte man so gut wie nichts, natürlich war direkt dahinter der Helfer, der erste Angriff erfolgte....nachdem man diesen Helfer hinter sich hatte, gerade einmal durchgeatmet hat, und weitergehen wollte erfolgte von einem zweiten Helfer der hinter einem Baum stand  ein weiterer Überraschungsangriff.

Ihr könnts mir glauben, man erwartet gar nichts und dann noch ein Helfer, man erschreckt sich übel.. :-)

 

 Dann ging es noch einmal ein ganz Stück quer durch den Wald, und gelangte dann zu der letzten Station. Dort mussten wir durch ein Zelt durch, das allerdings übel  niedrig war, so war man also gezwungen gebückt dadurch zu krabbeln, in der Mitte angelangt plärrte plötzlich eine Sirene los, ein Affengetöse, zusätzlich ging ein Handscheinwerfer an, an den Seiten waren Baustellenlampen aufgebaut die wild hin und her blinkten...Und dann hieß es Leine los, zum allerletzten Highlight...

Der Helfer stand ca. 50 Meter vom Zelt entfernt, in der Hand einen Klapperstock ... Für Wotan gab's kein Halten mehr, solange hatte er nicht mehr gearbeitet, für ihn war Weihnachten, er  sprang ca. 2 Meter vor dem Helfer ab, leider haben wir kein Foto vom Anbiss, aber ich denke man sieht auch so schon genug.....

 

 

Ooooh schon alle, Wotan hätte gerne noch eine weitere Runde gemacht :-)  ihm und uns allen hat es riesigen Spaß gemacht.

Wir haben noch ein bisschen zusammengestanden, dann musste Michael seinen Benno holen, und los ging's zur zweiten Runde, Benno bewältigte den Paarcour ebenfalls ohne Probleme, aber mit genauso viel Spaß, diese Nacht ging viel zu schnell zu Ende. Übrigens alle Fotos hat Sabine Schürmann gemacht, mit unserer Kamera wäre das gar nicht gegangen. Danke  Sabine. Jedenfalls war das ein schönes Erlebnis für alle, mal was ganz anderes zu dem Hundeplatzeinerlei in unserem VPG Sport.